Direktorenhaus Design Lab

Das „Design Lab” am Direk­to­ren­haus bringt Manu­fak­turen in Kontakt mit Desi­gnern, um neue Produkte, neue Produkt­se­rien und nach­hal­tige Produk­ti­ons­weisen zu etablieren.

Mit einem Team von derzeit 20 Desi­gnern werden inter­dis­zi­pli­näre Projekte der Design­for­schung durch­ge­führt. Ziel­set­zung war es von Beginn an, Brücken zwischen tech­no­lo­gi­schen Inno­va­tionen und realen Anfor­de­rungen der Manu­faktur-Produk­tion zu schlagen. Dabei geht es um ganz unter­schied­liche Bedürf­nisse: Unter­nehmen, die ihr Port­folio verän­dern oder erwei­tern wollen, solche, die neue Tech­no­lo­gien in den Betrieb imple­men­tieren wollen oder Unter­nehmen, die z.B. jüngere Ziel­gruppen adres­sieren wollen.

Laura Görs – Senso­rium

Desi­gner suchen mitt­ler­weile öfters die Nähe zu Manu­fak­turen – viele von ihnen, die sich ihrem Ausbil­dungs­beruf nach noch „Indus­trie-Desi­gner“ nennen, arbeiten gar nicht mehr für die Indus­trie. Zu sehr haben sie dort das Gefühl, ein Rädchen im Getriebe zu sein. Viele junge Desi­gner entde­cken ihr Faible für das Kunst­hand­werk, ja für die Kunst. Sie stellen fest, dass eine grund­sätz­liche Tren­nung zwischen Desi­gnern und Kunst­hand­wer­kern eigent­lich nicht exis­tiert. Das Designlab bringt Desi­gner und Hand­werk zusammen.

Seinen Ursprung nahm das Design Lab in der studen­ti­schen regio­nalen Desi­gnin­itia­tive der Deut­schen Manu­fak­tu­ren­straße, die in Zusam­men­ar­beit mit der Fach­hoch­schule Potsdam entstand: dem „Haus Bran­den­burg“. Das „Haus Bran­den­burg“ war eine tempo­räre Design-Initia­tive der Fach­hoch­schule Potsdam in Koope­ra­tion mit der Deut­schen Manu­fak­tu­ren­straße. Die Initia­tive wurde Anfang 2017 ins Leben gerufen, um bran­den­burger Hand­werks­be­triebe und Manu­fak­turen mit Desi­gnern zusam­men­zu­bringen. Ziel war es, gemeinsam beson­dere Hand­werks- und Manu­fak­tur­pro­dukte zu entwi­ckeln: sie sollen von hoher Qualität sein, einer zeit­ge­nös­si­schen Design-Ästhetik entspre­chen und vor allem markt­fähig sein. Gemeinsam soll den neu entwi­ckelten Produkten zudem sein, dass sie einen regio­nalen Bezug zu Bran­den­burg aufweisen.

Jan Chris­tian Schulz – Moor­werk


Nicht nur ein wich­tiger Leit­ge­danke – wie etwa “Hand­werk und Design unter einem Dach” -, sondern die Philo­so­phie und die wich­tigsten Projekt­ab­läufe der Initia­tive wurden in einer Präsen­ta­tion vermit­telt. Zu den teil­neh­menden Manu­fak­turen und Hand­werks­be­trieben zählten die Baru­ther Glas­hütte, die Holz­werk­statt Postdam.

Die Rohr­we­berei Prit­zerbe, Golem, die Uecker­mär­ki­schen Werk­stätten, Keramik Rustika, I+E Papen­brock und rund zwanzig weitere Unter­nehmen. Dabei war auch das Fraun­hofer Institut Golm sowie auf der Seite des Designs 17 Studenten.

Aktueller Termin
Jurysitzung Projekte
Direktorenhaus Design Lab
15.7.2019
Direktorenhaus, Berlin
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Ansprechpartner bei Meisterrat:
Christopher Suss
suss@direktorenhaus.com