Über uns

    Der Meis­terrat verfolgt die Aufgabe, Debatten zwischen Design, Hand­werk, Indus­trie und Öffent­lich­keit zur ästhe­ti­schen und sozialen Qualität unserer Lebens­welt anzu­regen. Dazu erar­beitet der Meis­terrat Stel­lung­nahmen sowie Empfeh­lungen für poli­ti­sches Handeln und stimmt diese mit vergleich­baren Einrich­tungen anderer Staaten ab.

    Der Meis­terrat wurde erst­mals im April 2019 in Berlin berufen und entstand aus Akti­vi­täten im Umfeld des Direk­to­ren­hauses. Mit dem Meis­terrat wird eine Insti­tu­tion geschaffen, die dafür eintritt, die Umfeld­be­din­gungen für dieje­nigen Personen und Unter­nehmen in Deutsch­land zu verbes­sern, die eine entschleu­nigte Produk­tion verfolgen und einen hohen Quali­täts­an­spruch an Produkte stellen, der funk­tio­nale, ästhe­ti­sche und soziale Aspekte berück­sich­tigt.

    Der Name „Meis­terrat“ bezieht sich auf seinen histo­ri­schen Vorläufer, den Meis­terrat des Bauhauses in Weimar. Die Mitglieder des Meis­ter­rates üben ihr Amt persön­lich und unab­hängig aus. Die Rats­mit­glieder sollen gestal­te­risch-hand­werk­liche, philo­so­phi­sche, kunst­his­to­ri­sche, ethi­sche, soziale, ökono­mi­sche und recht­liche Belange in beson­derer Weise reprä­sen­tieren sowie unter­schied­liche ethi­sche Ansätze und ein plurales Meinungs­spek­trum vertreten.

    Der Meis­terrat legt die Themen für seine inhalt­liche Arbeit selbst fest, er kann aber auch von der dritter Seite beauf­tragt werden, ein bestimmtes Thema zu bear­beiten.

     


    Aufgaben

    Der Meis­terrat sieht eine Haupt­auf­gabe darin, dem margi­na­li­sierten gesell­schaft­li­chen Stel­len­wert des gestal­tenden Hand­werks in Deutsch­land entge­gen­zu­treten.

    Ziel des Meis­ter­rates ist es,

    • die Aufmerk­sam­keit für die gesell­schaft­liche Rele­vanz des Hand­werks zu erhöhen
    • die öffent­liche Debatte zu Fragen des guten Lebens zu begleiten
    • die ökono­mi­sche Situa­tion von Desi­gnern, Hand­wer­kern und Manu­fak­turen zu verbes­sern
    • den Quali­täts­be­griff „Hand­made in Germany“ inter­na­tional zu etablieren
    • junge Menschen an Berufs­wege im krea­tiven Hand­werk heran­zu­führen
    • verges­sene oder margi­na­li­sierte hand­werk­liche Prak­tiken wieder ins Gespräch zu bringen
    • die Zukunfts­fä­hig­keit der deut­schen Manu­fak­turen zu sichern.

    Themen

    Der Meis­terrat beschäf­tigt sich mit 7 Themen­schwer­punkten:

    • Qualität
    • Nach­hal­tig­keit
    • Digi­tale Trans­for­ma­tion
    • Ausbil­dung und Jugend
    • Außen­wirt­schaft
    • Handel
    • Imma­te­ri­elles Kultur­erbe

    Entlang dieser Themen arbeitet der Meis­terrat auf verschie­denen Ebenen:

    Ausstel­lungen
    Der Meis­terrat möchte durch Ausstel­lungen, im Inland und Ausland, die Sicht­bar­keit und wirt­schaft­liche Posi­tion deut­scher Werk­stätten stärken.

    Markt­ent­wick­lung
    Der Meis­terrat arbeitet an einer Verbes­se­rung von Markt­zu­gängen und -erwei­te­rungen durch Messe­teil­nahmen und der Schaf­fung von oder Vernet­zung mit neuen Handels­platt­formen.

    Theo­rie­ent­wick­lung
    Der Meis­terrat bringt Experten zusammen, um die Theorie und den Diskurs rund um das gestal­tende Hand­werk weiter­zu­ent­wi­ckeln.

    Vernet­zung und Austausch
    Der Meis­terrat vernetzt Akteure des gestal­tenden Hand­werks mit öffent­li­chen Insti­tu­tionen und Part­nern und sucht den Austausch mit der Politik.

    Förde­rung
    Der Meis­terrat unter­stützt ambi­tio­nierte Akti­vi­täten der Akteure durch Preise und Stipen­dien.


    Struktur

    Bootsbau bei Robbe & Berking

    Der Meis­terrat ist ein Instru­ment zur Förde­rung von Design und Hand­werk in Deutsch­land. In ihm wirken Wissen­schaft­le­rinnen und Wissen­schaftler sowie Reprä­sen­tanten des öffent­li­chen Lebens gleich­be­rech­tigt mit Unter­neh­mern unter­schied­li­cher Bran­chen zusammen. Sie stehen in einem konti­nu­ier­li­chen Dialog zu den zentralen Fragen der nicht-indus­tri­ellen Produk­tion in Deutsch­land.

    Die Wissen­schaft­liche Kommis­sion des Meis­ter­rats hat 17 Mitglieder. Die in den Meis­terrat beru­fenen Wissen­schaftler und Wissen­schaft­le­rinnen sollen weder Inter­es­sen­ver­treter eines Faches noch einer bestimmten Insti­tu­tion oder Orga­ni­sa­tion sein. Es wird von ihnen erwartet, dass sie fach­liche Exzel­lenz in die für den Meis­terrat rele­vanten Themen einbringen.

    Die Künst­le­ri­sche Kommis­sion des Meis­ter­rats hat 20 Mitglieder. Die in den Meis­terrat beru­fenen Kura­toren, Kunst­hand­werker und Gestalter beschließen jähr­lich die Themen­schwer­punkte.

    Die Wirt­schafts­kom­mis­sion besteht aus 22 Mitglie­dern, wobei die Vertreter der unter­schied­li­chen Bran­chen der kunst­hand­werk­li­chen Gewerke ebenso abge­bildet werden sollen wie die Bran­chen der mittel­stän­di­schen Manu­fak­turen. In den Arbeits­gruppen werden die Vorlagen erar­beitet, die dann nach vorhe­riger Bera­tung verab­schiedet werden.

    Die Auswahl der Kommis­si­ons­mit­glieder für die Periode 2019–2020 wird am 23. Juni bekannt gegeben. Die Empfeh­lungen und Stel­lung­nahmen des Meis­ter­rates werden veröf­fent­licht und können über die Geschäfts­stelle bezogen werden.

    Meisterrat Deutschland e.V.i.G.
    German Craft Council
    im Direktorenhaus
    Am Krögel 2
    D-10179 Berlin
    Telefon: +49 (030) 48491929